Interview mit Julie – „Mehr als nur Trainerin: Zwischen WM, Muttersein und Hysterie?“

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Inhalt

Julie Christiansen ist eine international bekannte Trainerin und mehrfache Weltmeisterin im Islandpferdesport. Sie hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und arbeitet seit vielen Jahren mit Pferden – als Ausbilderin, Coach und Mentorin. Mit ihrem Unternehmen https://www.jc-p.dk/de (Julie ChristiansenPferdetraining) hat sie sich einen festen Platz in der Szene erarbeitet, sowohl durch ihr Fachwissen als auch durch ihre klare, authentische Art. Julie selbst war auf internationalen Turnieren erfolgreich, hat zahlreiche Reiterinnen und Reiter begleitet und sich bei Veranstaltungen wie Weltmeisterschaften auch hinter den Kulissen engagiert. Doch bei aller Professionalität bleibt sie vor allem eines: Mutter. Ihr Sohn Óskar, 14 Jahre alt, ist ihr Lebensmittelpunkt – und zeigt, wie eng für Julie Familie, Pferde und echtes Leben miteinander verbunden sind.

Das Gespräch beim Trainers Weekend 2025

Es war ein spontaner Moment, fast zwischen Tür und Angel, als Julie beim Trainers Weekend 2025 ins Gespräch kam.

Sie wurde mal als „hysterische Mutter“ abgestempelt? What? Sie? Doch wer ihr zuhört, merkt schnell: Dahinter steckt ein Herz, das stark und kompromisslos für ihren Sohn schlägt. Für Óskar, 14 Jahre alt, mitten im Übergang vom Jungen zum jungen Mann. Julie spricht mit Wärme und Klarheit darüber, wie wichtig es ihr ist, ihn zu begleiten – nicht zu lenken, nicht zu kontrollieren, sondern da zu sein, wenn er Halt braucht. Zwischen Stolz und Sorge, zwischen Loslassen und Dasein – genau in diesem Spannungsfeld lebt sie ihre Rolle als Mutter.

Auch über den Sport sprach sie offen und ohne Pathos. Bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz stand sie nicht auf dem Platz, sondern im Hintergrund – als Mentorin, als Stütze für Daniel Rechten YR Deutschland. Mit ihrer Erfahrung gab sie Kraft und Struktur, ohne selbst im Rampenlicht zu stehen. Eine Rolle, die ihr liegt, weil sie mehr sein will als nur Reiterin: jemand, der Perspektiven eröffnet.

Doch natürlich blieb die Frage nicht aus: WM 2027 in Deutschland – ist das ein Ziel? Julie lachte, fast ein wenig träumerisch, und nickte. Ja, die Idee lebt. Noch fehlt das Pferd, noch sucht sie nach dem Partner, der zu ihr passt. Aber die Leidenschaft, der Wille, die Vorstellung sind da. Und man spürt: Wenn sie das richtige Pferd findet, könnte 2027 ein ganz besonderes Jahr werden.

Fazit

So blieb von diesem Gespräch vor allem ein Eindruck: Julie ist mehr als die Schubladen, in die man sie steckt. Sie ist Mutter, die ihr Herz nicht versteckt. Sie ist Mentorin, die andere wachsen lässt. Und sie ist eine Frau, die noch lange nicht am Ende ihrer eigenen Geschichte angekommen ist.

Beschreibung

Julie Christiansen

Vor Ort

Tobias Schiegl